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.: Gaspar / Brasilien

Der folgende Bericht wurde im August 1998 im "Haller Tagblatt" veröffentlicht. Er befasst sich ausführlich mit unserer Reise nach Brasilien.


Erfüllt von Freude, Begeisterung und vielfältigen Erlebnissen kehrte in der vergangenen Woche der Musikverein Bühlertann - 45 Musikerinnen und Musiker, sowie 22 Angehörige, unter ihnen Bürgermeister Hans Weiss und Pfarrer Roman Belz - von einer knapp zweiwöchigen Brasilien-Reise zurück.

 

Seit 15 Jahren bestehen nun freundschaftliche Beziehungen zwischen der Stadt Gaspar und der Gemeinde Bühlertann. Sie begannen mit einer Hochwasser- hilfsaktion zu Gunsten der Auswandererfamilie Florian Nagel und der Rettungs- wagenübergabe im vergangenen Jahr. Daraufhin lud die Stadt Gaspar den Musikverein zu den Feierlichkeiten des 100jährigen Bestehens des gemischten Chores Santa Cesilia ein.

Elf Auftritte in Kirchen und Hallen, überall tosender Beifall und eine überschwäng- liche Gastfreundschaft sind die Bilanz dieser Reise. Kapellmeister Richard Beißer und Vorsitzender Karl Ulreich sprechen nicht umsonst von einem Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Gruppenbild

Bereits bei der Ankunft in Navegantes, dem Flughafen des Staates Santa Catarina, wurde die Reisegruppe von Bürgermeister Bernardo Spengler, verschiedenen Stadträten und Verwandten der Familie Nagel begeistert empfangen.

Auf der Flughafenfreiterrasse hing schon das erste Schild mit der Aufschrift "Bühlertanner herzlich willkommen".

Mit Polizeibegleitung wurde man sodann nach Gaspar ins Hotel Raul Spengler gebracht und offiziell von den Autoritäten der Stadt begrüßt. Eine reichliche "Churrascaria", verschiedene Fleischspieße vom Holzofengrill und Beilagen vom Büffet trugen dann zur ersten Stärkung der von der Reise strapazierten Besucher bei.

Tags darauf fand vor der dem Rathaus der Stadt Gaspar der offizielle Begrüßungsfestakt statt, wobei sich die Bühlertanner wie Staatsgäste fühlten. Auch viele Deutschstämmige hatten sich dazu eingefunden. Zum Auftakt wurde ein großes Feuerwerk, das die Sonne verdunkelte, abgebrannt. Danach wurden die beiden Nationalhymnen intoniert. Bürgermeister Bernardo Spengler und Stadtratspräsident Soares begrüßten die Gäste und sprachen den Dank an die Bühlertanner für den Besuch aus.

Sie brachten dabei den Wunsch auf Fortsetzung der freundschaftlichen Bande und einem weiteren künftigen Kulturträgeraustausch zum Ausdruck. Musik kennt keine Grenzen, braucht keine Sprache und öffnet die Herzen, so die gemeinsame Feststellung. Bürgermeister Hans Weiss bedankte sich anschließend für die Einladung und die großartige Begrüßung und Gastfreundschaft. Er hob die vielfachen Begegnungen in den vergangenen Jahren hervor und sprach von einer Freundschaft, die zwischenzeitlich in den Herzen wohne.



Als Gastgeschenk überreichte Bürgermeister Hans Weiss als Ergänzung für den im letzten Jahr geschenkten Rettungswagen ein EKG-Defibrillationsgerät, dessen Funktion der ebenfalls mitgereiste DRK-Rettungsdienst- leiter Adolf Herdlitschka am anderen Tag den Ärzten und dem Rettungspersonal des Krankenhauses erläuterte.

 

Den Festakt umrahmte die Musikkapelle unter Leitung des "Maestro de Banda", Richard Beißer. Ein Ausflug zu verschiedenen Wasserfällen und Freibädern, die als Freizeitzentren im Urwald gebaut und privat betrieben werden, versetzte die Reisenden in Staunen. Abends spielte die Kapelle in der Mehrzweckhalle in Lagoa, einem Teilort von Gaspar. Dort traf man fast alle Abkömmlinge, Söhne, Töchter, Enkel des Florian Nagel. Auch bei dieser Veranstaltung spürten alle die Freude am Leben, die Liebe zur Musik, die offenen Arme, das herzliche Lächeln und die überaus große Gastfreundschaft.


Corcovado

Beim Besuch der Stadt Camboriu mit herrlichem Sandstrand gab die Kapelle ein Standkonzert und die eigens von Druckereibesitzerin Anna Bertoldi, geborene Nagel, über den Musikverein gedruckte Autogramm- karten fand überall reißenden Absatz. Auch die Besichtigung der Christusstatue "Christo Lutz" auf einer Berghöhe am Stadtrand durfte nicht fehlen.

Höhepunkt an diesem Abend war die Festmesse anlässlich den 100jährigen Jubiläums des gemischten Chores Santa Cecilia in der katholischen Pfarrkirche Sao Pedro und Paulo in Gaspar.

Pater Paulo und Pfarrer Roman Belz zelebrierten gemeinsam den festlichen Gottesdienst vor rund 3.000 Besuchern. Die Choräle des Musikvereins begeisterten das Publikum.

Beim anschließenden Ball mit Festbankett im großen Saal der Pfarrei spielte der Musikverein zum Tanz auf und zeigte dabei die gesamte Breite seines musikalischen Repertoires. Der Sonntagsgottesdienst im Stadtteil Belchior Alto wurde von Pfarrer Roman Belz zelebriert. Nachmittags war ein mehrstündiger Auftritt mit Tanz- und Unterhaltungsmusik zu meistern. Das Publikum stellte immer wieder fest: "So eine gute deutsche Blaskapelle haben wir noch nie erlebt".

In der Hauptstadt Florianopolis wurde die Reisegruppe beim Ministerpräsidenten vom Vizegouverneur Jose Auguste Hülso begrüßt. Bürgermeister Hans Weiss übergab eine Grußnote vom Ministerpräsidenten Erwin Teufel, die den Besuch des Blasorchesters aus Bühlertann in der Stadt Gaspar als ein Zeichen im Rahmen der Völkerverständigung und einem Beitrag zum Austausch der Kulturen Brasiliens und Deutschlands wertete.

Anschließend wurden Bürgermeister Hans Weiss mit Frau, Pfarrer Roman Belz, Vorsitzender Karl Ulreich, Kapellmeister Richard Beißer, sowie Bürgermeister Bernardo Spengler von Gouverneur Paulo Alfonso Vieira persönlich in seinem Amtszimmer empfangen. Auch die Landesregierung des Staates Santa Catarina mit seinen rund fünf Millionen Einwohnern freute sich über den Besuch.

Ein Abstecher am herrlichen Joaquina-Strand sowie ein Besuch des Städtchens Sankt Pedro de Alcantara lockerten die Rückfahrt auf. Beim Konzert war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Mit tosendem Beifall wurde - wieder einmal - der Auftritt der Kapelle belohnt. Anderntags galt sodann ein kurzer Besuch der Stadt Blumenau, die von Deutschen gegründet wurde und die derzeit rund 300 000 Einwohner zählt.

Schöne Fachwerkhäuser lassen die Herkunft der Einwanderer aus verschiedenen deutschen Landschaften erahnen. In der Stadt Ibirama empfing Bürgermeister Dieter Staudinger die Bühlertanner und beschrieb seine von Deutschen gegründete Stadt. Nachmittags fand ein großer Seniorennachmittag in der dortigen Stadthalle statt, der von der Kapelle musikalisch umrahmt wurde. Anschließend lud der deutsche Kulturkreis zum Kaffee und Vesper und auch zu manchem "Caipirinha" ein.

Bei der großen Abschiedsparty war man sich einig bei dem Wunsch, einander wieder zu treffen. Gemeinsames Resümee: Großartige Begegnungen, eine überschwängliche Gastfreundschaft und viele neue Freundschaften.



Touristische Ziele, wie der Flug zu den berühmten Iguassu-Wasserfällen oder dem größten Wasserkraftwerk der Welt, Itaipu, oder auch eine Reise nach Sao Paulo ins Novotel von Campinas sorgten für Abwechslung.

Mit Bussen ging es entlang einer der schönsten Küstenstraßen der Welt von Sao Paulo in Richtung Rio de Janeiro weiter.

Iguassu Wasserfälle


Gruppenbild Strand

Die beiden Tage in dieser Weltmetropole galten dem Besuch des Zuckerhutes, sowie der Christusstatue (Corcovado) und insbesondere dem weltberühmten Strand Copa Cabana.

Bei herrlichem Wetter ließ man die Reise durch einen Sprung ins Meerwasser oder auch einen Besuch der idyllischen Strandlokale ausklingen.

Man erlebte Brasilien als ein Volk, das Besucher stets mit offenen Armen, einem herzlichen Lächeln auf den Lippen und einem überschwänglichen Begrüßungswort empfängt. Brasilien ist ein Land in dem der Alltag zum Fest wird und in dem die Arbeit ebenso wichtig ist wie die Unterhaltung und denen die Freude im Blut liegt.

Ein Gebiet, besiedelt von Europäern, reich an Dialekten, Folklore, phantastischen Berglandschaften und einer langen Küste mit herrlichen Stränden. Dank der hervorragenden Organisation durch den Vorsitzenden Karl Ulreich und die gute Disziplin aller Reiseteilnehmer war diese Reise ein unvergessliches Erlebnis für alle.

 .: Die nächsten Termine

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